Manu Chao - La Radiolina
infinita tristeza - viento de Washington infinita pobreza - tu sangre en la pared infinita maleza - escaldada passión
(aus "Tristeza maleza") vielleicht nicht zu verstehen, aber doch zu begreifen.
Sicher hat Manu Chao schon immer auch politisch getextet, doch finden sich auf La Radiolina sowohl musikalisch als auch textlich härtere Töne als auf den beiden Vorgängeralben. Songs wie "Politik kills" oder die fast schon rockige erste Single "Rainin' in paradize" sprechen da eine ebenso einfache wie deutliche Sprache. Ging es in den weniger politischen Liedern früher um die Liebe oder die Lust an Reisen und Drogen, so singt Manu Chao diesmal von Sehnsucht ("Besoin de la lune"), Prostitution ("Me llaman calle") und Einsamkeit ("The bleeding clown"). Und dennoch macht die Musik jederzeit richtig Spaß.
Manu Chao ist das Esperanto der heutigen Popkultur, La Radiolina wird auf der ganzen Welt Gehör finden und Menschen kulturübergreifend verbinden. Das vielleicht wichtigste Album des Jahres.
(9 Punkte)